Was ist eine Hausstauballergie? Ursachen und Entstehung
Die Hausstauballergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf winzige, eiweißhaltige Partikel im Kot von Hausstaubmilben. Diese mikroskopisch kleinen Spinnentiere kommen weltweit in Innenräumen vor und bevorzugen warme, feuchte Umgebungen. Besonders häufig sind sie in Matratzen, Kissen, Bettdecken, Teppichen, Polstermöbeln und Vorhängen zu finden. Sie ernähren sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen und anderen organischen Partikeln. Während die Milben selbst für den Menschen ungefährlich sind, enthält ihr Kot Proteine, die als Allergene wirken und bei sensibilisierten Personen Beschwerden auslösen können.
Durch alltägliche Aktivitäten wie das Aufschütteln der Bettdecke, Staubsaugen oder einfaches Bewegen im Raum werden die allergenen Partikel in die Luft gewirbelt. Beim Einatmen gelangen sie in die Atemwege und können dort allergische Reaktionen hervorrufen.Diese führen zu den typischen Symptomen einer Hausstauballergie:
- Tränende, juckende Augen
- Laufende oder verstopfte Nase
- Häufiges Niesen
- Husten, insbesondere nachts oder morgens nach dem Aufstehen
- Juckreiz und Ekzeme an der Haut
- Atembeschwerden bis hin zu allergischem Asthma
Ganzjährige Beschwerden durch Hausstaubmilben
Hausstaubmilben sind das ganze Jahr über aktiv, sodass die Hausstauballergie zu den sogenannten Ganzjahresallergien (perennialen Allergien) gehört. In der Zeit zwischen Mai-Oktober ist die Hauptvermehrungszeit der Milben was dazu führt, dass die Belastung mit Milbenpartiklen aus diesem Grundhoch ist. In der Heizperiode zwischen Oktober und Mai nimmt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen ab. Viele Milben sterben in diesem Zeitraum ab. Körper und Kot zerfallen, sodass die Allergenfreisetzung dennoch hoch ist.
Zusätzlich kann das Halten von Haustieren die Allergie verschlimmern, da sich in ihrer Umgebung mehr organische Partikel ansammeln, die als Nahrung für die Milben dienen.